KV Donau-Ries » Reaktivierung Personenzüge


Hesselbergbahn: Neue Fahrgastprognose dank Ingenieursstudie im Auftrag der Grünen

Das Ries steht vor der einmaligen Chance, dass die Staatsregierung schnelle Verbindungen mit sprintstarken Triebwagen von Nördlingen über Oettingen-Wassertrüdingen-Gunzenhausen Richtung Ansbach bzw. Nürnberg finanziert. Für die benachbarte "Romantische Schiene" zwischen Dombühl-Dinkelsbühl-Willburgstetten wurden bereits ausreichend Fahrgäste errechnet. Um diesen Abschnitt bemüht sich die "Mittelfränkische Eisenbahngesellschaft".
Nötig ist dafür eine Prognose von 1000 sogenannten "Personenkilometern pro Betriebslänge" (PKM) an Schultagen, vereinfacht gesagt, ausreichend Fahrgästen.
Sind die 1000 PKM erreicht, und weitere Voraussetzungen geklärt, bestellt der Freistaat stündliche Zugverbindungen.
Von Wassertrüdingen bis Gunzenhausen werden die Züge voraussichtlich ab ca. 2024 fahren, weil hier bereits ausreichend Fahrgäste prognostiziert sind.
Weitere Voraussetzungen: Die Finanzierung von Anfangsinvestitionen auf der Strecke. Diese wurden durch unsere Ingenieursstudie beziffert. Die Bayernbahn ist auf der Strecke Nördlingen-Gunzenhausen prinzipiell dazu bereit.
Für die gesamte Strecke, also Nördlingen-Oettingen-Gunzenhausen wurden zuletzt 960 von 1000 geforderten Personenkilometern errechnet, also knapp zu wenig. Woran liegt das?Ein Teilerfolg unserer Kritik an früheren Prognosen ("650 Personenkilometer")
Für Hainsfarth, den Norden Oettingens und Nördlingens liegen die vorhandenen Haltepunkte ungünstig:
Deswegen wird dorthin bzw. von dort laut Prognose kaum jemand mit der Bahn fahren.
"Ungünstig" liegt laut Prognose alles, was weiter als 1000m von einen Haltepunkt entfernt liegt.
Schon wenn aus Hainsfarth soviel Fahrgäste kommen wie aus dem viel kleineren Auhausen errechnet wurden, läge die Prognose bei 1025 „Personenkilometern“, also ausreichend für eine Bestellung von Zügen durch die Staatsregierung. 65 Personenkilometer kommen auf Auhausen. Diese zu 960 addiert ergibt 1025
Hainsfarth wurde aber in den Prognosen von 2012 und 2015 nicht berücksichtigt, weil der Nachweis durch eine Ingenieursstudie fehlte, dass die Züge bei einem zusätzlichen Halt in Hainsfarth noch ihre Anschlüsse erreichen.Bessere Fahrgastzahlen gäbe es auch mit durchgehenden Verbindungen ohne Umsteigen in Nördlingen. 
Ein Antrag der Grünen auf eine entsprechende „Machbarkeitsstudie“ wurde im Kreistag abgelehnt.siehe damaligen Presseartikel
Deswegen hat der Kreisverband Donau-Ries von Bündnis 90 Die Grünen nun ein Gutachten in eigener Regie erstellen lassen. Dieses weist anhand von zwei technischen Varianten nach, die zwei zusätzliche Haltepunkte möglich machen. Auf der Basis dieses Gutachten wird der Landkreis Donau-Ries eine neue Prognose in Auftrag geben. 
Zurück